Dem Handwerk fehlen Lehrlinge

Nach Angaben des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks sind zum traditionellen Ausbildungsbeginn anfangs September noch Tausende der angebotenen Lehstellen unbesetzt. Der Verband sieht die Ursache in den schwächer werdenden Jahrgängen wie im „Drang an die Universitäten“. Dies trifft sicherlich zu, ist aber nur die halbe Wahrheit.

Ursache ist wohl weniger der Drang der jungen Leute, die, wie Umfragen und Aussagen vieler Ausbilder bis hin zu Hochschullehrern ausweisen, zunehmend geringeres Interesse an einer beruflichen Karriere zeigen, sondern ein Chillen in sozialen Beziehungen bevorzugen, wie wir auch aus dem berufenen Munde einer jungsozialistischen Nachwuchspolitikerin vernehmen durften. Es ist vielmehr der durch den Tunnelblick der Bildungspolitik auf Gleichheit ausgelöste Druck der Politik, einen ständig steigenden Anteil eines jeden Jahrgangs durchs Abitur und die Universitäten zu schleusen, der der beruflichen Bildung die Kandidaten wegsaugt.

Und es ist der durch den absurden Wechselkurs des Euro ausgelöste Exportüberschuss, durch den unseren Nachbarländern die Arbeitsplätze gestohlen werden.