Hallelujah!

Der eine oder andere wird sich noch vage daran erinnern, dass etwa im Jahr 35 nach der Zeitwende — so genau weiß das keiner — ein gewisser Judas Ischariot gegen ein Bestechungsgeld in Höhe von dreißig Silberlingen den Aufenthaltsort des selbsternannten Messias — Jesus — an die römische Besatzungsmacht verraten hat, damit dieselbe ihn auf Drängen der einheimischen Regierungsmafia zum Tode befördere. Der arme Judas brauchte das Geld dringend für den Unterhalt seiner Familie und war im übrigen duch seine Tat auch noch an der Erfüllung der Verheißung Jesu maßgeblich beteiligt.

Knapp zwei Jahrtausende später haben zwei selbsternannte Nachfolger des Verratenen und anschließend Gekreuzigten ihn erneut verraten. Sie verbargen das Zeichen seiner Nachfolge vor Andersgläubigen ohne Not aus purer Feigheit und erklärten dies heuchlerisch als Rücksichtnahme auf deren anderen Glauben. Vielleicht hatten sie auch nur Angst vor dem Aufflammen von Gewalt, denn das Märtyrium überlassen feiste von zwangsweise erhobenen Steuern alimentierte Kirchenfürsten lieber den verfolgten armen ausgehungerten Christen vorwiegend in islamischen Ländern.

Man ist als ungläubiger Atheist glatt versucht, sich für Kardinal Graf von Galen und Pastor Martin Niemöller frendzuschämen.