Lauter ehrliche Freihändler

Es scheint, dass alle Welt, natürlich außer dem verruchten amrikanischen Präsidenten Donald Trump, zu glühenden Verfechtern des Freihandels geworden sind. Die Chinesen seit einiger Zeit sowieso und nun auch der Päsident Indiens, Narendra Modi. Jedenfalls nach den hehren Worten seiner Eröffnungsansprache auf dem Davoser Weltwirtschaftsforum, mit denen er eine „deutliche nationale Vision“ Indiens und seinen „starken politischen Willen“, die offenste Volkswirtschaft der Welt zu werden, vollmundig angekündigt hat. Und natürlich auch Merkel, bei deren Kampf gegen „Abschottung“ man nicht sicher sein kann, ab damit nur oder überhaupt die Güter- und Finanzmärkte gemeint sind.
Sieht man sich die Statistiken der internationalen Güterströme an und analysiert man die faktisch vorhandenen mehr oder weniger klandestinen Handelshemnisse, so wird unmittelbar offensichtlich, dass hier die Vertreter eines internationalen politischen Kartells einfach nur unverfroren um einen ungehemmten Zugang zum US-amerikanischen Markt feilschen. Trumps „America First“ ist wohlbegründet.