Schwarmintelligenz – hier: in der SPD

Durch einen gerissenen Schachzug des seinerzeitigen Vorsitzenden Sigmar Gabriel initiiert hatte ein ausserordentlicher Parteitag der SPD am 19. März des vorigen Jahres den abgehalfterten Präsidenten des Europäischen Parlaments Martin Schulz mit sämtlichen Stimmen, ohne Enthaltungen oder unültige Stimmen, also zu 100 Prozent zum Vorsitzenden der ältesten und traditionsreichsten und traditionsbewqusstesten deutschen Partei gewählt.
Kein Jahr später, in der sechsten Kalenderwoche dieses Jahres haben es unbekannt bleibende Honorable aus denselben Kreisen derselben Partei durch verborgene Machenschaften hinter der Bühne geschafft, ihren Hundertprozentigen zur »freiwilligen« Abdankung als Parteivorsitzender und als Hoffnungsträger für ein Ministeramt in einer Regierung zu zwingen, — einer Regierung, die weit über das durch das Wahlergebnis vom September 2017 gerechtfertigte Maß hinaus die Handschrift seiner Partei trägt, wozu er ganz wesentlich beigetragen hat. Diese Partei versteht es wirklich, ihr Markenzeichen Solidarität glaubwürdig wie eine Monstranz vor sich her zu tragen und die These von der überlegenen Schwarmintelligenz zu illustrieren.